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In unserm Eichenblätterhaus
In unserm Eichenblätterhaus (Zwei gucken rein, zwei gucken raus) Gibt‘s Eichel- und Bucheneckerschmaus In unserm weit-von-der-Welt-oben-am-Himmel-Haus Wie kommt man hinein, wie kommt man hinaus? Ohne Leiter und Klimbim Krallen und Muskeln Schwünge und Sprünge Bringen uns hin, ja, bringen uns hin Und bist du ein Mäuslein und ich eichnes Horn Dann gehts jeden Morgen beim Aufstehn von vorn: Äuglein gerieben, Schwänzchen ganz glatt Und dann lassen wir uns an der Borke hinab Aus u
sebastianbubner
Jun 161 min read
Camouflash
Motto: Elfjähriger fährt Vater mit dem Auto zum Bierholen Im begrenzten Haus Saß ein begrenzter Mann Sah sich mit begrenzten Augen Die begrenzte Weltkugel an Menschen brauchte er nicht Kontakte standen ihm nicht wohl zu Gesicht Er wusste alles selber Und brauchte keine Kälber Natürlich war er ganz allein doch für ihn selbst war das rein fein Denn besser als er wusste sowieso niemand was und seine Liebe zu sich selbst War ein bodenloses Fass Er hatte auch ne Frau Und sie, sie
sebastianbubner
Jun 141 min read
Umbra
Die Frau neben mir im halblangen superdünnen stretchgestrickten bewegungsfreundlichen körperfrohen einfach Strick gelegenheits Longsleeve zur Tischplatte gebeugt über einer Tabelle in einem Ring Buch Block kariert mit Buntstift bunten Linien wie ein Kind ein Grundschüler eine Grundschülerin mit ausgewinkelten Armen mehr kringelnd als schreibend mehr meißelnd als schweifend mehr nachdenkend als bohrend auf keinen Fall kritzelnd stundenlang bei Einstein an der Weinmeisterstraße
sebastianbubner
May 101 min read


Beaufort
Verlesung des Gedichts mit dem Titel "Beaufort" durch den Dichter am 6.5.2026 um 171800 Uhr (zweiter Take).
sebastianbubner
May 61 min read


I Lost My Gal In New York City
Das Audio-Gedicht "I Lost My Gal In New York City" wurde mithilfe der Sprachausgabe des Textverarbeitungsprogramms Pages erstellt, die mit der Kamera eines iPhones aufgenommen wurde.
sebastianbubner
May 11 min read


Traumlose Stunde
Nach J.E. Flecker Ich schau aus dem Fenster Der Boden: knüppelhart Ein paar verdorrte Bäume Auf denen das Licht harrt. Kinder schreien und spielen Mit einem Hullahupreifen Der gegen das Wellblechtor knallt Schreie, Johlen, das Leben wohl Düfte ziehen um die Ecke Und Staub Plötzlich sehe ich Jesus Auf der sensenglatten Ebene Jesus! Ich glaube an nichts, bin nicht christlich Tu was ich will Ich recke den Kopf nach oben Schaue, wo messerscharfes Licht Durch Äste verdorrter Bäume
sebastianbubner
May 11 min read
Der tolle Großpapa
Ich würde gerne wissen, ob man ihm heute eine ADHS-Diagnose stellen würde. Er war ein einziges Energiebündel, jemand der dröhnend und jovial und echt und herzlich mit allen Menschen umging. Und umgehen heißt, sie mit seinem eigenen Enthusiasmus anzustecken, indem man sie in die eigene Welt einbaute und eher auffordernd und schiebend als bossy herumkommandierte. Die Welt war so schön, alle sollten teilhaben. Mit Opa war es immer wie auf einem von Pfadfindern aufgescheuchten Da
sebastianbubner
Apr 306 min read
James Elroy Fleckers Gedicht "die träumelose stunde" / "The dreamless hour" in deutscher Übersetzung
die träumelose stunde ich sprang auf traumlos und ich sucht den morgn der an mein fenster schlug: von dessen rand ich niedersah auf herbstdurchleuchtet land licht auf den hängen baumlang neu geborn wenn dinge gar so lieblich, warum zerrn an andren dingen als dem lichtverklärn? erinner ich die galiläsche mär ich willensmensch ich agnostischer herr? vergessen sei der glaub, mysterium tot gedanke dessen, was ich nicht auslot genug sei licht geheimnisvoll im baum genug, dem freun
sebastianbubner
Apr 302 min read
Die Tiersymbolik bei Karl Heinrich Waggerl
Ich arbeite in kritischer Perspektive zu diskriminierenden Diskursen in der deutschsprachigen Literatur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und war etwas verwundert, um es stark untertreibend auszudrücken, dass mein Vorschlag, eine detaillierte antidiskriminierende Arbeit an den Texten bis heute beliebter Autor_innen dieser Zeit anzuregen, bei Wikipedia innerhalb von Minuten wie eine lästige Fliege vom Blatt gewischt wurde - und das ohne jeglichen Kommentar. Hier eine kurz
sebastianbubner
Apr 282 min read
Die globale Botschaft der GenZ-Hedonist_innen: Zu Gast in Berlin
Alisher Morgenshtern ist eigentlich der Knotenpunkt all dessen, was gerade aktuell auf den Nägeln brennt. Er ist eine Art Versöhner der Ukrainer_innen und Russ_innen. Indem er ein hedonistisches Vokabular benutzt und eine Art Fuck-you-Punk-Attitüde an den Tag legt, verbunden mit dem grenzenlosen Consumerism der Rapszene, windet er sich aus den Sandkastenspielen der Krieg spielenden Politiker_innen heraus und muss keine Stellung nehmen zu Palästina versus Israel, Ukraine versu
sebastianbubner
Apr 282 min read
Glockenspiele
Glockenspiele sind unwiderstehlich Wenn auf irgendeinem verkackten kleinen Vorkirchsplatz ein Glockenspiel ist Kannst du sicher sein Dass hundertfünfzigtausend Leute Nichts Besseres zu tun haben Als die Nasen in der Luft Gespannt abzuwarten Bis das Gepingel losgeht Das so unmelodisch und sonarisch unerquicklich ist Wie sonst nichts auf der Welt was behauptet eine Musikdarbietung zu sein Alle staunen und sind der Ehrfurcht voll Weil dieses Glockenspiel ganz von allein funktion
sebastianbubner
Apr 192 min read
Ziggi Joe
Ich bin an mein Ich gekettet Und mein Ich ist mein Sarkophag Mein Ich umgibt mich wie hundertfünfzigtausend Türen Und jede hat ein Vorhängeschloss Aus schimmerndem Weltraumtitan Mein Leben ist ein Unterwasserlurch Oder eine Tiefgaragenflucht In der die Neonleuchten aufknallen Wie Kaugummiblasen die nacheinander Popp sagen Popp Popp Popp Popp Toll Vor Blendung kann ich nicht sehn Vor Kälte nicht gehn Vor Müdigkeit nicht stehn Und bin ständig am Gähn’n Doch stört es wen? Wie We
sebastianbubner
Apr 171 min read
Rätschl un Dscheesn
Ein Epopoem Oder Popelpom Rätschl un Dscheesn Stehn am Quick-Boarding-Gate schon zehnmal nachbestellt haben sie Schmerzcreme aus Tahiti Die Nougatcreme in ihren Backpackerrucksäcken (Rückenpackbäckgepäck) hat es satt Irgendwo-da-hinten-Pass Randexistenz-Tarif Dann Galerie Seelenkuss: Poppies-Dinkel-Kakao Zu Rätschl un Dscheesn Gesellt sich Skip Scarborough Kein Scheuern kein Hitzestau kein Rollen mehr Er trägt seine Unterhosen auf Jemandem den Augenzahn ziehen Kann Baba Bomba
sebastianbubner
Apr 141 min read
Litaneigedicht
Funk das blaue Licht Schwarz mit Teer verpicht Im Gehirn nicht dicht Weich wie Erbsgericht Das der Hafer sticht Im Stationsbericht Steif und bleich und schlicht Wie Tapetenschicht Über Mauerngicht Ächzig kieksend Wicht Piepsend aufgericht Königsmäuserich Um den s nur kriecht und flicht Wenn er den Feind ersticht
sebastianbubner
Mar 161 min read


sebastianbubner
Mar 140 min read
Ich bin ein Kaiman
Ich bin ein Kaiman Ein fettes Krokodil Im Vergleich zu andren Fress ich nicht viel Ich wühl mich zufrieden Am Nordseestrand Strandläuferküken Fressen aus meiner Hand Ich mache das Maul auf Ich mach es zu Ich gähne Und Welt hat dann Ruh Ich esse und äse Nur fressen tu ich nicht Nur manchmal da zwingt mich Die Welt zum Gericht Meine Kollegin die quetscht ich Im Schwarzweißkopierer ein Ihr Schreie erschollen Und es kracht’ ihr Eisbein Dabei sollt doch ich Ihr Veschperbrot sein M
sebastianbubner
Mar 141 min read
Körper vergisst nichts
Jeden Sonnenstrahl Jeden Tropfen Wein Gießt er in sein Innres ein Jede Zigarette Die ich noch zu sagen hätte Bildet ne Erinnrungskette In seinen Molekülen Da formen sich die kühlen Schicksalsschlingenschleifen Die dir den Gehweg seifen Bist du alt vergiss nicht Fürn Leib Vergessen is nich Alterswarzen Von den schwarzen Bis zu rosabraunen Raunen Nicht ich und du Nur, irdsche Hüllen auch Haben Lebenslaunen 27.1.2026
sebastianbubner
Jan 271 min read
Mit beiden Beinen im Leben stehen
Mit beiden Beinen im Leben stehen Mit einem Bein im Leben stehen Auf einem Bein im Leben stehen Mit beiden Beinen im Leben anstehen Mit Handstand im Leben stehen Bis zum Hals im Leben stehen Mit beiden Beinen einem zum Hals heraushängen Mit beiden Beinen im Leben sitzen Mit beiden Beinen im Leben liegen Mit einem Dreibein im Leben stehen Beide Beine in die Hand nehmend im Leben stehen Auf eigenen Beinen im Leben stehen Mit beiden Beinen im Lehm stehen Mit beiden Beinen in der
sebastianbubner
Jan 261 min read
The best of both worlds
Ich sehe aus wie Phil Collins Und ich spiele Schlagzeug wie Cary Grant Stunde der Wintervögel: Wer jetzt rausgeht, könnte die Gebirgsstelze treffen Polarwirbel-Chaos Winterwetter im Anmarsch Kältebestie aus dem Osten Sehrsehr viel Leid In dieser kühlen Orangeheit Vernebelt leuchtender Auffahrten Atemspuren Aus schlichtdichtem Sichtbeton palettenweise Cornflakes Hochgegabelgestapelt Den Morgenaugen entgegen - (Was aussieht wie Tränen Sind signalfarben abtauende Arbeitsgummisti
sebastianbubner
Jan 261 min read
Rausch - Geräusch - Geräuschgoldengel
Soll ich Tadalafil oder Sildenafil nehmen? Oder die Ammonitenfauna der Mungokalke untersuchen? Vielleicht müsst‘ ich Senior_innenmessdiener_in werden? Und vom Seniorenteller essen… Ich bin doch nicht mehr Als ein Schaf-Fell-Schaf-Fail! Ich weiß: Auf dem Berg wächst kein Bier! Doch hock ich hier Unter der Norfolk-Schmucktanne Mox und Maritz mixen mir N Cocktail mit Namen „Russisches Doping“ Sie haben blütensanfte Haare Sie sitzen auf Särgen voll Kokain Einer sagt er ist apokal
sebastianbubner
Jan 101 min read
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